Als 1945 der Krieg zu Ende war,
war es wieder der FC Teisbach, der als einer der ersten
Vereine in Niederbayern den Spielbetrieb wieder aufnahm.
1. Vorstand war damals Sebastian Schmid. Ihm zur Seite
standen Anton Heidobler und Georg Auggenthaler. Ein Jahr
später übernahm dann wieder Alois Lex das Amt des 1.
Vorstandes, das er bis 1950 innehatte. In dieser Zeit
des Wideraufbaus fand er eine große Unterstützung im
Bereich der Jugendarbeit durch Rolf Asbach und Franz
Brado. Die Schüler- und Jugendmannschaft wurde wegen der
guten Betreuung und des fußballerischen Talents der
Jugendlichen Kreismeister. Bemerkenswert ist, dass sich
diese Mannschaften über all die Jahre zu regelmäßígen
Wiedersehensfeiern trafen.
Obwohl es damals an fast allem fehlte, half man zusammen
um für die Jugendmannschaften eine Fussballausrüstung zu
bekommen. So wurden Strassenschuhe vom Schuster Georg
Reiser zu Fußballschuhen umfunktioniert. Nachdem Alois
Lex, inzwischen zur lebenden Legende geworden, im Jahr
1950 aus gesundheitlichen Gründen als 1. Vorstand
abtrat, wurde einstimmig der heutige Ehrenvorstand
Ludwig Meindl aus Schönbühl zum neuen Vorstand gewählt.
Das 30jährige Vereinsjubiläum in der Huberbräu-Halle war
eine seiner ersten Aufgaben. Als 1956 Ludwig Meindl als
Vorstand nicht mehr zur Verfügung stand, waren die
folgenden Jahre geprägt von häufigen Führungswechseln.
Ludwig Meindl, der dem schwerkranken Alois Lex
versprochen hatte, sich zeitlebens darum zu kümmern,
dass der FC Teisbach stets einen Vorstand hat, gelang es
allerdings, jedes Jahr eine Vorstandschaft
zusammenzubringen.
Einer der Sportlichen Höhepunkte der 50er Jahre, war der
Sieg im Landratspokal im Jahre 1956, den die Jugend
ebenfalls errang. Zur Fussballbegeisterung der
Jugendlichen trug sicher auch der Sieg der Deutschen
Nationalmannschaft bei der WM 1954 in der Schweiz bei.
Die 1. Mannschaft spielte aber überwiegend in der
C-Klasse (heutige A-Klasse). Das Spielfeld erfuhr damals
eine erste Erweiterung. Auch wurde der „Buckel“ am
oberen Tor begradigt. Das Ergebnis dieser Aktion war
zwar für heutige Verhältnisse nicht gerade berauschend,
aber wohl ausreichend, um den bis dahin üblichen Spott
der Gegner einzudämmen.
1961 übernahm für 6 Jahre Georg Pavlik das Amt des
1.Vorstandes. Und im Jubiläumsjahr gelang auch gleich
der Aufstieg in die B-Klasse unter dem konsequenten
Trainer Michael Schmid. 3 Jahre später folgte wieder
einmal der Abstieg in die C-Klasse. Der ehemalige
Spieler und langjährige Kassier, Bartholomäus
Angerstorfer übernahm das Training, was 1966 zur
Meisterschaft, jedoch punktgleich mit Großköllnbach,
führte. Das Entscheidungsspiel um den Aufstieg auf
neutralem Platz in Marklkofen wurde unglücklich mit 3:5
verloren, ging aber trotzdem in die Vereinsgeschichte
ein. Torwart Helmut Hofmeier wurde in der Anfangsphase
schwer verletzt und der FC musste aufgrund der fehlenden
Auswechselregel fast das gesamte Spiel mit 10 Mann
bestreiten. Ein Jahr später war es dann soweit.
Spielführer Adi Angerstorfer übernahm das Training und
schaffte sensationell den Aufstieg in die B-Klasse
Landshut. Damit begann die sportliche Glanzzeit des FC
nach dem 2.Weltkrieg. Da kein Mannschaftsfoto aus dieser
Zeit vorhanden ist, werden die Namen der Spieler
genannt:
TW Werner Hähnel, RV Hans Bleichner, ML Werner Gangl, LV
Heinz Rammelsberger, RL Hans Klimesch, Adi Angerstorfer,
LL Elmar Manzinger, RA Georg Wieselsberger, Werner
Brettl, Mst. H. Reitmeier, LA Hubert Schicker, Fred
Heublein, HR Heinz Auggenthaler, HL Rudi Sperka. Zum
Kader gehörten außerdem: Fred Giftthaler, Helmut Fuchs,
Lorenz Veith, Karl Gabler. Bartl und Adi Angerstorfer
sind die letzten Trainer in der Vereinsgeschichte, die
ihr Amt unentgeltlich ausübten.
Pavliks Nachfolger, Franz Strohmeier war es dann als
Vorstand vorbehalten in die A-Klasse aufzusteigen. Mit
Trainer Edi Napela kamen vom Nachbarn FC Dingolfing auch
die Spieler Manzinger, Forstner und Wacker, dazu die
Rückkehrer Mühlbauer und Petersen. Der A-Klasse Landshut
mit Vereinen wie Velden, Rottenburg und Ergoldsbach
gehörte man 2 Jahre an.
1969 trat Sebastian Schmid jun. in die Fußstapfen seines
Vaters und übernahm für 3 Jahre das Vorstandsamt des FC.
In diese Zeit fiel das 50jährige Vereinsjubiläum, das
mit einem Jubiläumsturnier mit den Nachbarvereinen
Loiching, Niederviehbach und Dornwang gut über die Bühne
gebracht werden konnte.
Die
70 iger bis jetzt
Bis 1976 etablierte sich die
1.Mannschaft in der B-Klasse. Die Vereinsführung übernahm
für 2 Jahre Edi Napela und für die nächsten 3 Jahre Rolf
Asbach. Einen Generationswechsel gab es 1976 als Helmut
Krohn und Georg Mühlbauer die Geschicke des Vereins in
ihre Hände nahmen. In deren Amtszeit konnten erstmals
richtige finanzielle Rücklagen gebildet werden. Mit
Großveranstaltungen und Vermarktung der Bandenwerbung ging
man völlig neue Wege. Außerdem wurde der Verein 1977 als
gemeinnütziger Verein beim Amtsgericht Landau ins
Vereinsregister eingetragen.
Wenn auch sportlich die Senioren in der C-Klasse keine
Bäume ausrissen, stiegen aufgrund der guten Vereinsführung
der Mitgliederstand und der Kassenstand. Stolze 200
Mitglieder und ein finanzieller Grundstock zum
Sportheimbau von 30.000 DM waren die beachtliche Leistung
der Vorstandschaft unter Helmut Krohn. In dieser Zeit
wurde auch die Verbindung zum Besitzer des Teisbacher
Schlosses, Herrn Hackinger, hergestellt. In vielen
Arbeitseinsätzen wurde der Schlossherr bei seinen
Baumaßnahmen unterstützt. Herr Hackinger erwies sich dafür
als großzügiger Förderer des Vereins. Diese Zusammenarbeit
wurde von den nachfolgenden Vorständen weitergeführt.
Als Hubert Schicker und Rudi Sperka 1979 die
Vorstandschaft übernahmen, traten sie mit dem Bau des
Sportheims die wohl größte Herausforderung seit der
Vereinsgründung an. Sie erfuhren dabei die Unterstützung
von vielen Seiten. Bezirksspielleiter Huber organisierte
ein Auswahlspiel gegen die „Vögtlinge“, eine Haussammlung
bei der Teisbacher und Höferer Bevölkerung wurde
durchgeführt, der Faßl-Club spendete die
Lautsprecheranlage und ca. 6000 freiwillige Arbeitsstunden
wurden geleistet.
Die Einsätze wurden von Georg Mühlbauer organisiert und
standen unter der fachmännischen Leitung von Alois
Trübenbach. Die Stadt Dingolfing und der Sportverband
sowie der Bezirk Niederbayern haben mit ihren Zuschüssen
Anteil am Gelingen des Werkes. Am September 1983 wurde das
Sportheim von Pfarrer Karl-Heinz Memminger feierlich
eingeweiht.
Auch auf sportlichem Gebiet wollte Vorstand Schicker
Erfolge sehen und verpflichtete den ehemaligen
Landesligaspieler Franz Forstner als Trainer. In der
Saison 1981/82 schaffte man mit einer geschlossenen
Mannschaftsleistung den Sprung zurück in die B-Klasse.
Auch die Schülermannschaft wurde Meister und den
sportlichen Erfolg rundete das Erreichen des
Viertelfinales im Niederbayerischen Pokal ab. In den 80er
Jahren entwickelte sich der FC vom reinen Fußballclub zum
Sportverein. Neben der Sparte Damengymnastik wurden die
Abteilungen Tischtennis und Tennis gegründet. Die
Zusammenarbeit der Spartenleitungen mit der
Gesamtvorstandschaft klappt bis heute gut. Die Sparten des
Vereins werden an anderer Stelle in dieser Festanschrift
vorgestellt.
Nun ist es an der Zeit, auch einmal an die Leistungen der
vielen Jugendleiter in der Vereinsgeschichte zu erinnern.
Nachwuchs- und Zukunftssicherung wird bei uns ja schon
immer groß geschrieben.
Was Hans Hölzl in den 20er Jahren begann, wurde von Thomas
Fischer fortgesetzt. Für die Übernahme des Vorstandsamtes
war für etliche Anwärter die Hauptvoraussetzung, dass
bereits vor seiner Wahl das Amt des Jugendleiters besetzt
war. Jeder Vorstand wusste, was auf ihn zukommt, wenn die
Jugendarbeit nicht in guten Händen wäre. Rolf Asbach und
Franz Bardo wurden bereits als Pioniere nach dem Krieg
erwähnt. Es ist unmöglich alle verdiente Jugendleiter zu
nennen, Georg Wieselsberger und Reinhard Unger sind
allerdings dem jetzigen Vorstand noch in guter Erinnerung.
Zwischenzeitlich wurden Jugendmannschaften bis zur
F-Jugend gegründet. Damit bietet der FC Kindern ab 6
Jahren die Möglichkeit eines regelmäßigen Spiel- und
Trainingsbetriebes. Jugendbetreuer wie Dieter Brandl, Max
Irrgang, Herbert Singer und in jüngerer Vergangenheit Rudi
Bauer und Herbert Zankl haben daran mitgewirkt. Etliche
Jahre wurde auch in bestimmten Altersstufen eine
Spielergemeinschaft mit Loiching praktiziert. Dank an
dieser Stelle an alle, auch hier ungenannten
Jugendbetreuern.
Beim Durchblättern der Vereinschronik ist festzustellen,
dass man 1984 wieder in der C-Klasse angekommen war. Die
80er Jahre waren durch häufige Trainerwechsel
gekennzeichnet. Auch Vorstand Hubert Schicker stellte sein
Amt 1985 zur Verfügung.
Georg Mühlbauer und Franz Harlander übernahmen die
Vereinsführung, wobei Harlander 1989 das Amt des
1.Vorstandes übernahm.
Hubert Schicker, ehemaliger Vorstand und
Fussballabteilungsleiter komplettierte 1993 als 3.
Vorstand das Dreigespann an der Vereinsspitze. Mit Alfred
Heublein, dem langjährigen Kassier blieb die
Führungsmannschaft des Vereins in den letzten 11 Jahren
personell fast unverändert.
Nachdem die restlichen Belastungen vom Sportheimbau
getilgt waren, setzte sich der Vereinsausschuss ein
weiteres ehrgeiziges Ziel. Die Sportanlagen sollten
erweitert werden. Dabei ging es um ein zweites
Rasenspielfeld und um zwei weitere Tennisplätze.
Sportlich ging es nach einigen mageren Jahren, nur die
Reservemannschaft konnte zwei Meisterschaften verbuchen,
durch die Verpflichtung des Bayernligaspielers Helmut Lunz
als Spielertrainer im Jahre 1990 rapide
Die 90 iger bis jetzt
Und
promt im Spieljahr 1990/91 wurde
der Aufstieg in die B- Klasse geschafft.
gerade richtig zum 70 jährigen Vereinsjubiläum. Der FC
Teisbach erweiterte1993 seine Sportanlage um ein
Rasenspielfeld mit Flutlichtanlage, sowie um 2
Tennisplätze unter Vorstand Franz Harlander.
1995 wurde der Aufstieg in die
A- Klasse in den Religationsspielen nicht geschafft.
1996 feierte der FC Teisbach
sein
75 jähriges Vereinsjubiläum. In sportlicher Hinsicht
konnte der Verein auf
erfolgreiche Saisonen zurück blicken. 5 Leistungsträger
in der Mannschaft haben
ihre
aktive Laufbahn beendet, trotzdem wurde der 3.
Tabellenplatz erreicht.
Der 1.
Vorstand Franz Harlander legte nach 8 Jahren sein Amt
nieder, unter
seiner Regie wurden beim FC Teisbach die
Erweiterungen der Sportanlage
fertig gestellt. Neuer
1. Vorstand wurde wieder
Hubert Schicker, 2.Georg Mühlbauer,
3. Konrad Söldner. Im Zuge der Warmwasseraufbereitung
wurde
auf dem Dach des Spotheimes
eine Solaranlage installiert. Die der 3. Vorstand
Konrad Söldner organisiert. Der Spielertrainer
Helmut Lunz verlässt nach siebeneinhalb Jahren
Trainerzeit den FC. Für den Rest der Saison
übernimmt
Anton Heidobler das Training der Seniorenmannschaften.
Im Jahr 1999 wurde beim FC Teisbach ein
Generationswechsel in der Vorstandschaft vollzogen. Nach
Hubert Schicker wurde 1. Vorstand Andreas Schlag, 2.
Konrad Söldner, 3. Josef Heber, die den Verein die
nächsten 2 Jahre führen. Mit dem neuen Spielertrainer
Jochen Freidhofer erhofft sich der Verein wieder höhere
sportliche Erfolge und Ziele. Große Freude im Spieljahr
1999/ 2000, die 1. Mannschaft in die Kreisliga Straubing
auf. Ein sportlicher Höhepunkt beim FC Teisbach, auch
die 2. Mannschaft wurde Meister in der Reserverunde.
Auch in den nächsten 2 Jahren bleiben Andreas Schlag,
Konrad Söldner Vorstände, 3. wird Friedl Maier.
Im abgelaufenen Spieljahr 2001 verläßt Trainer Jochen
Freidhofer wieder den
FC Teisbach, der noch einmal höherklassig spielen will.
Neuer Trainer wird
Richard
Strohmeier vom FC Dingolfing. Das Jahr 2001 ist ein
Jubiläumsjahr
für den Verein, der
80 Jahre alt wird. Das wurde groß gefeiert mit
Bierzelt-betrieb und vielen Ehrungen für
Vereinsmitglieder.
Im Spieljahr 2003 kommt
wieder
Jochen Freidhofer als Trainer zum FC. Im dritten Jahr
Kreisliga Straubing belegt zu Saisonende die 1.
Mannschaft den 2. Tabellenplatz und
spielt in der Religation, scheitert aber kläglich
gegen TSV Velden.
Nach 4 jähriger
Amtszeit treten Andreas Schlag und Konrad Söldner und
Friedl Maier zurück. Neue Vorstände beim FC werden 1.
Rainer Mücke, 2. Robert Mühlbauer, 3. Helmut
Angerstorfer.
Im Spieljahr 2003/4 verläßt Jochen Freidhofer den Verein.
Es wurde der 6. Tabellenplatz erreicht.
Mit dem Spieljahr
2004/5 kommt Martin Vohberger zum FC Teisbach. Der FC
bleibt in dieser Saison auf
soliden sportlichem Kurs.
Vom BFV wurde dem FC die silberne Raute als Auszeichnung
für gute Vereinsarbeit überreicht. Nach Trainer
Vohberger konnte Charly Klostermeier wieder Richard
Strohmeier als Trainer
gewinnen.
2007 schaffte der FC Teisbach mit der 1. Mannschaft den
5. Tabellenplatz,
die 2. Mannschaft wurde Meister in der Kreisliga. Auf
der Sportanlage wurde
in vielen
freiwilligen Arbeitsstunden eine neue Lautsprecheranlage
gebaut.
Andreas Harlander übernimmt das Training beim FC
Teisbach als Spielertrainer. Es soll sportlich noch
weiter aufwärts gehen. In dieser Saison
wurde die 1. Mannschaft Vizemeister und die 2.
Mannschaft wieder Meister.
2008 der größte sportliche Erfolg der 1.
Seniorenmannschaft, Aufstieg in die
Bezirksliga - West. Seit Bestehen des Vereins der
größte Erfolg! Seit dem Aufstieg sind 3
Seniorenmannschaften im Spielbetrieb.
Die Macher in der Fußballabteilung bringen für die
Heimspiele eine Stadionzeitung heraus. Im 1. Jahr der
Bezirksliga erreichte die 1. Mannschaft einen
8. Tabellenplatz und die 3.Mannschaft in der A-Klasse
Reserve den Meister. Rainer
Mücke und Alois Geiger stehen nach 6 Jahren Amtszeit
nicht mehr
zur Verfügung. Neue
Vorstände werden 1. Andreas Schlag, 2. Albert
Wieselsberger, 3. Josef Augustin im Jahre 2009. Für das
2. Bezirksligajahr wurde Gerald Eckmeier als Trainer
verpflichtet. Da sich keine
Erfolge bei den
Seniorenmannschaften einstellte, warf er im
gegenseitigen Einvernehmen das Handtuch.